Tick Tack.
Ich höre dich.
Tick Tack.
Immer weiter.
Du stehst nicht still.
Kennst kein Ende und kein Anfang.
Tick Tack.
Du rennst mir davon.
Ich in deinem Schatten.

Ich kann dich nicht fangen.
Nicht festhalten.
Tick Tack

6 Monate. 26 Wochen. 186 Tage. Ohne Vorwarnung hat sich die Zeit an mich heran geschlichen, hat mich überholt und wartet nun grinsend an der Ziellinie auf mich. Ich möchte umdrehen. Rückwärts laufen. Alles tun um nie das Ziel zu erreichen. Ich liebe den Moment, bin angekommen im Augenblick.  Und ich will ihn nicht aufgeben. Noch nicht jetzt. Ich will die Ziellinie ja erreichen, aber noch nicht jetzt. Nicht in 6 Monate – 26 Wochen -186 Tage. Ich habe den Moment noch nicht genug ausgekostet.

Es ist das Ende eines Lebensabschnittes. Wieder einmal. Ich stehe erneut vor einer Abzweigung. Ich bin Meilen um Meilen gelaufen, habe Hürden überwunden, Lektionen gelernt – nur um am Ende doch wieder an meinen Startpunkt zu stehen. Wo bin ich? Ich drehe mich um, werfe einen Blick zurück. Ich bin längst woanderes angekommen. Habe es nicht gemerkt. Die Sorgen über die Zukunft, die nun erneut an mir nagen, sind dieselben geblieben. Nach all den Jahren. Bin ich schon bereit?

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Die Uhr tickt weiter.
Sekunde um Sekunde.
Die Zeiger bewegen sich.
Sie weisen mir Richtungen.
Und zeigen mir Wege.
Es tickt unentwegt.

Ich bin nicht gut im Erinnern. Aber an einen jeden ersten Tag erinnere ich mich in all seinen Facetten. Der Duft von Aufregung in der Luft, die Unsicherheit, die Vorfreude. Ich erinnere mich an den ersten Tag an der Uni – die Sonne schien und wir liefen mit klopfenden Herzen zum Haupteingang. Die ganze erste Woche hielt das Gefühl an. Abenteuer. Am Ende des ersten Monats fragten wir uns nur noch, wie das Leben vorher war. Und so wuchsen wir. Wir überwanden Hürden, fielen und standen wieder auf. Wir kletterten über Absperrungen, tanzten im Regen und zelebrierten den Sommer. Lernten hunderte Leute kennen und fanden die Menschen, die dass Studieren zu dem machten, was uns ein Jeder mit auf den Weg gab – zur der besten Zeit unseres Lebens. Wir lernten und vergaßen. Wir litten in Vorlesungen und lauschten Persönlichkeiten. Wir rannten mit der Zeit, im Glauben sie könnte uns nie überholen. Wir lebten im Moment. Nutzten die Zeit, so gut wir eben konnten.

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Nun läuft die Uhr also. Genau so wie all die Monate und Jahre zuvor. Aber erst jetzt höre sie ticken. Erst leise, stets im Hintergrund, kaum wahrnehmbar. Nun stehe ich nur noch ein paar Abzweigungen von ihr entfernt. Jede Stunde kann ich das Läuten in der Ferne hören. Warnung. Anreiz. Wehmut. Das Ticken ist so laut, dass jeder in meiner Umgebung es zu hören scheint. Unaufhörlich trudelt nun das altbekannte „Und? Was willst du danach machen?“ – bei mir ein. Es ist zu früh. Ich bin noch nicht so weit. Es ging zu schnell. Noch einmal im Moment leben. Die Zeit genießen. Meine immer gleichen Worte am Ende eines jeden Abschnittes.

Es ist Ende März –  Frühling. Das Jahr 2017. Abschlussjahr. Den Sommer über bin ich es noch – Student. Und wenn der Herbst mit seinen bunten Blättern vor der Tür steht, wird die neue Jahreszeit einen neuen Lebensabschnitt einleiten. In genau 6 Monate oder 26 Wochen oder 186 Tage werde ich ein neues Abenteuer wagen. Das Ticken verkündigt es mir schon. Ende und Neuanfang.


Das ist der Lauf der Zeit.
Die Uhr tickt weiter.
Ich kann sie nicht stoppen.
Ich will sie nicht stoppen.
Ich renne los.
Lachend, weinend –
renne ich meinem Ziel entgegen.
Mit Anlauf will ich den Absprung wagen.
Mein Gefühl gespalten.

Ich bin bereit zu sehen, was mich erwartet.
Mit Wehmut im Herzen und
der Flamme Neugier, die mich antreibt.
Unaufhörlich tickt die Uhr.
Tick – Tack.


Verwendete Kamera auf dem Blog*:  Canon   ||  Obektive*:  Canon-50mm


Bluse: Cubus   Jeans: Monki   Schuhe: Esprit (vegan)   Schmuck: DIY


Leider sind nicht alle meine Kleidungsstücke aktuell, deshalb habe ich Alternativen für dich rausgesucht*:

Bluse || Jeans || Schuhe || Schmuck


Und Du?

Wie gehst du mit dem Ende eines Lebensabschnittes um? Kennst du auch diese Wehmut oder freust Du dich einfach nur auf das nächste Abenteuer?

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60 comments

Antworten

Liebe Saskia,

wieder mal ein Beitrag, mit dem ich mich voll und ganz identifizieren kann. Ich habe mein Studium schon abgeschlossen, aber habe immer noch keine Antwort auf die Frage „Und was willst du danach machen?“, denn ich mache alles andere, aber nur nicht das, was alle von mir nach meinem Abschluss erwartet haben. Und genau wegen diesem Druck, der Unentschlossenheit und der Angst davor, ob ich das Richtige tun werde, ob ich erfolgreich sein und einen Job finden werde, der meinen Erwartungen entspricht, hatte ich eine sehr schwierige, depressive Phase, die mich fast zum Burnout gebracht hat. Dann musste ich vieles loslassen und lernen, im hier und jetzt zu leben, das Leben zu genießen und die Zukunft einfach auf mich zukommen zu lassen.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir wirklich ans Herz legen, die Zeit bis zu deinem Abschluss noch zu genießen und dir keine allzu großen Sorgen zu machen. Alles kommt, wie es kommen soll und am Ende ist alles gut. Auch wenn du dir jetzt nicht sicher bist, was du genau tun möchtest, welchen Weg du gehen willst, es ist nie zu spät, sich auch für etwas Neues zu entscheiden :). Falls es dir etwas bedeutet, ich bin 26 und weiß immer noch nicht, was ich tun möchte :D. Man weiß nie, wo das Leben einen hinführt, also am wichtigsten ist es, jeden einzelnen Tag zu genießen!!! <3

Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg auf deinem weiteren Weg und alles alles Gute!!!!

<3 Sara von http://www.thecosmopolitas.com

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Meine liebe Sara, irgendwie beruhigend zu lesen, dass auch du mit 26 nicht genau weißt, was du tun möchtest 😀 Ich werde in wenigen Monaten auch 26 – tja und ich wusste nach dem Abitur genauer was ich wollte, als jetzt 😀 Und ich dachte man wird weiser im Laufe der Zeit! Dieses Mal ist es vielleicht auch anders, weil man einfach die Bedeutung diesen Abschlusses sieht. Mir ist bewusst, dass meine Ausbildungsphase nun endgültig vorbei ist und das Arbeitsleben mich wieder zurück hat. Innerlich sucht man den einen Traumjob, bei dem man für immer bleiben kann. Und das ist natürlich Unsinn, man fängt irgendwo an und wie du so schön schreibst, schaut man wo die Zukunft einen hinträgt. Hach loslassen und die Zukunft auf einen zukommen lassen, ist gar nicht so einfach. Danke für deine tollen aufmunternden Worte – es ist doch immer schön zu wissen, das man nicht allein verlorene in dieser großen Welt ist 😀
Ich wünsche dir ein wunderbares Wochenende!! 🙂

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Dein Blog ist immer wieder ein künstlerisches Gesamtwerk!

XX aus Nürnberg
Jecky
Want Get Repeat

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Ein riesen Kompliment, danke dir Jecky! 🙂

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Liebe Saskia,
dieser Text hat mich sehr berührt und du hast den wunderschön geschrieben! Dieses Gefühl durfte ich auch schon kennenlernen, die Uhr tickt und man weiß noch nicht wohin…
Ich wünsche dir immerhin ganz viel Glück und genieße die Zeit die du noch hast 🙂

XOXO Luana
https://luananiedermoser.com

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Ohja das werde ich so gut ich kann! 🙂 Danke dir liebe Luana für die lieben Worte!

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Liebe Saskia,
ich habe richtig mit dir gefühlt, als ich diesen Text gelesen habe. Auch für mich beginnt ab dem Juni allerdings schon ein neuer Lebensabschnitt und meine freude ist einfach nur rieeesig.
Dich kann ich aber auch sehr gut verstehen. Ich finde es völlig in Ordnung, dass du noch nicht genau weißt, was du danach machen möchtest. Besser ist es sich in nichts reinzustürzen, was dich hinterher unglücklich machen wird. Genieße noch deine letzten Monate als Studentin! 🙂
Viele liebe Grüße Anna

https://wwwannablogde.blogspot.de

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Hach liebe Anna, ich wäre gerne ein Stückchen mehr wie du und würde einfach nur mit riesiger Vorfreude in neue Abenteuer starten 😀 Ich bin sehr gespannt wohin es mich danach zieht 🙂 Hab ein tolles Wochenende und ganz viel Erfolg für deinen neuen Lebensabschnitt !:) Liebste Grüße an Dich!

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Ich glaube in jedem Neuanfang liegt immer irgendetwas Gutes. Ich versuche nie zurück zu blicken sondern das Neue anzunehmen und das Beste daraus zu machen. Der Mensch ist zum Glück ein Gewohnheitstier und gewöhnt sich sehr schnell an neue Gegebenheiten. Wüsche dir alles Gute für deinen neuen Lebensabschnitt 😉

Liebe Grüße, Milli
(http://www.millilovesfashion.de)

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Da gebe ich dir definitiv Recht liebe Milli, in jedem Anfang liegt etwas Gutes 🙂 Und dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist, ist wohl Fluch und Segen zu gleich. Denn man fühlt sich ja auch einfach so herrlich wohl in seiner aktuellen Lage und hat sich eingelebt und Gewohnheiten aufzugeben ist nicht immer so einfach 😀 Liebe Grüße an Dich zurück!

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