Posts published on "Februar 2017"

Was meine Freunde mich lehrten.

Ich bin auf dem Weg nach Hause. Ein anstregender Tag, überfüllt mit etlichen To-Do-Listen und Abgaben liegt hinter mir. Noch 30 Minuten – dann bin ich Zuhause. Ankommen. Heimkommen. Noch 30 Minuten. Ich laufe über den überfüllten Bahnhof. Rushhour. Menschenmassen. Ich bin genervt. Über alles und nichts, über so viele Kleinigkeiten. Noch 30 Minuten.  Als ich mich über die Verhaltensweisen meiner Mitmenschen am Bahnhof ärgere, erschrecke ich mich selbst ein wenig. Ich fühle mich ertappt. Von mir selbst. Stress sollte doch wirklich kein Grund sein um sich über solche Kleinigkeiten aufzuregen. Endlich. Ich sitze, habe einen Platz ergattert. Schaue nach draußen und sehe die leuchtende Stadt an mir vorbei fliegen.

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Überflutung.

Ich sehe und scrolle weiter. Bewege den Daumen instinktiv. Brauche nicht darüber nachzudenken was ich tue. Bilder ansehen, kommentieren, Small-Talk, einen Moment verweilen, kopfschütteln, aussortieren, für interessant befinden, weiter scrollen. Lückenfüller. Instagram als Alltag. Ich überbrücke Zeit. Lasse mich berieseln. Freue mich über Lebensereignisse mir eigentlich fremder Mensch und empfinde Trauer bei Schicksalsschlägen im Leben Anderer. Ich scrolle weiter. Führe kurze Gespräche mit liebgewonnen Menschen. Lande dennoch immer wieder in Konsumwelten voller neuer, anscheinend erstrebenswerter, Produkte. Nehme nichts mehr wirklich war. So wie all die Plakate und Schaufenster in meiner Umgebung, die ich schon längst ausgeblendet habe.

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