⯈ Sonntagsgedanken - mein ganz persönlicher Wochenrückblick in Worten & Bildern! Zeit um Gedanken zu ordnen, neuen Ideen Platz zu geben und einen Ort auf dem Blog für Erinnerungen zu schaffen.⯇

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  Dein Schicksal.

Eine kurze Whatsapp-Nachricht am Morgen. Nur ein Wort leuchtet mir entgegen. Krankenhaus. Mein Herz beginnt wie wild zu schlagen. Nicht schon wieder. Erinnerungen durchströmen mich. Ich lande ungewollt sofort wieder in jener Nacht vor zwei Jahren. Als das Leben mir unmissverständlich zeigte:“Ich kann in einem Wimpernschlag vorbei sein. Egal, wie sehr du dich bemühst.“ Quälende Minuten vor der Notaufnahme, eine Nacht ohne Schlaf. Die erste erlösende Nachricht um 5 Uhr morgens. Und dann hieß es kämpfen. Jede Sekunde, jede Minute, Tag für Tag. Nicht aufgeben. Und nach und nach kehrte das Leben zurück. Der Alltag begann erneut. Und nie war er schöner. Nie war die Liebe größer, das Reisen wertvoller und das Lachen echter.
Bis heute eine einzige Nachricht, alles wieder auf 0 setzte. Jede 30 Minuten der Blick aufs Handy. Der Vormittag zäh wie Kaugummi. Intensivstation. Meine Gedanken kreisen um Dich. Und das Leben. Um meinen Schmerz und meine Sorgen, die ich unentwegt fühlen kann. Die ich versuche zu schätzen, denn sie zeigen mir, dass ich lebe. Doch Stunden voller Sorgen und Hilflosigkeit lassen mich an all die abgedroschenen Zitate denken. „Lebe den Moment!“, ruft mir das Internet poetisch entgegen. Und ich tue mein Bestes. Jeden Tag ein kleines Stück. Doch heute frage ich mich wieder einmal: Ist das genug? Kann ich noch mehr leben, noch mehr lieben, noch mehr fühlen?
Diagnose bestätigt. Schmerz. Warum? Doch uns alle umgibt ein Gefühl: Dankbarkeit. Dafür, dass das schnelle Erkennen, wohl das Schlimmste verhindert hat. Das es wieder okay werden wird. Doch wieder beginnt der Kampf von vorne. Dem Körper zu vertrauen. Dem Leben zu glauben. Die Liebe für jeden Moment zu spüren. Doch wieder bin ich mir sicher: Es ist dein Schicksal noch nicht zu gehen. Bei uns zu bleiben, noch länger, noch so viel länger. Also ziehen wir gemeinsam in den nächsten Kampf. Für die Liebe, die Gesundheit und das Leben!

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Die innere Perfektionistin.

Manche Momente brennen sich für eine sehr lange Zeit bei mir ein. Manchmal sind es Begegnungen, manchmal ein Gespräch, manchmal das Lachen einer fremden Person. Diese Woche ging mir ein Kommentar nicht mehr aus dem Kopf. Rena schrieb mir und sagte: „Wer so toll schreiben kann, der bekommt ganz sicher alles aufs erste Mal hin und braucht für nichts 3 Versuche!“ Worte, die mein textverliebtes Herz hüpfen lassen. Und Worte, die die Perfektionisten in mir ins Grübeln brachten. Ich mag meine Texte. Manche vielleicht ein wenig mehr als andere, doch alles was ich teile hat mein Herz für gut genug befunden. Jedenfalls in diesem Moment. Was ich für mich behalte: den Prozess dahinter. So mancher Text ist mehr als 30 Mal verändert wurden. Weil ich mit Worten nicht zufrieden war. Mit Satzkonstruktionen. Mit dem roten Faden der Geschichte. Also ändere ich die Worte. Immer und immer wieder. Ich versuche es noch besser zu machen. Immer noch ein wenig besser.
Oft beginne ich Worte aufzuschreiben, weil mich etwas beschäftigt. Weil ich mich an etwas erinnert habe. Also schreibe ich einfach darauf los. Ich muss nicht groß darüber nachdenken, sondern tippe einfach. Wort für Wort. Nicht selten ist die Geschichte am Ende eine ganz andere, als ich am Anfang dachte. Oft habe ich mehrere Absätze, die einzeln stimmig sind, doch ihr Gesamtbild harmoniert nicht. Also versuche ich es wieder. Manche Texte schlummern seit Monaten unveröffentlicht im System, weil irgendwas fehlt. Also versuche ich es wieder. Für manche Texte brauche ich wohl wirklich nur einen Versuch. Für andere unzählige. Das ist okay, denn mit jedem Versuch lerne ich. Also versuche ich es weiter. Bis alle guten Dinge drei sind!

Unendlichkeit.

Mittwochabend. Die Finger wandern blind über die Tastatur. Ich habe längst verinnerlicht, wo welcher Buchstabe zu finden ist. Seit Minuten tippe ich, um nur kein Wort zu vergessen. Ich schaue auf den Bildschirm und tippe weiter. Doch auf einmal bleibt mein Blick hängen. An etwas silbrigen, dass wie selbstverständlich an meinem Handgelenk glänzt. „Dich habe ich schon wieder ganz vergesse!“, grinse ich es an, ohne je eine Antwort zu erwarten. Fünf Jahre zuvor landete es an meinem Arm. Das Bauchgefühl war sicher sich, der Verstand hatte nichts dagegen, und das Herz zuckte nur mit den Schulter. Eine winzige Investition – ein Geschenk an mich. Seit dem: stets an meinem linken Handgelenk.
Fast immer vergesse ich, dass es eigentlich da ist. Bis ich mich wieder einmal erwische, wie meine rechte Hand am Knoten rückt. Ganz unterbewusst. Nur um zu überprüfen, ob es immer noch da ist. Hast du das damals schon geahnt, du liebes Bauchgefühl? Ich blicke es genauer an und sehe schwarzes Band und ein wenig Silber. Und etliche zarte Kratzer. Eine Delle. Vielleicht auch zwei. Erinnerungen an vergangene Tage. Kleine Abenteuer, großen Entscheidungen, tiefe Gefühle, einige Tränen und noch viel mehr Lachen. Sie erzählen Geschichten aus meinem Leben, nicht glatt und gerade. Sondern verbogen und mit einigen Blessuren, die es nur noch schöner machen. Geschichten, die noch wertvoller werden, wenn ich sie teile. Und so sehe ich heute nicht nur mich. Sondern auch Dich. Dein Armband voller Kratzer und kleiner Dellen, die eine weitere Geschichte erzählen. Die unsere Geschichten miteinander verweben. Ich sehe Dich. Deine Liebe, deine Worte, dein Sein, die für mich Unendlichkeit bedeuten.
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Mein Geheimnis.

Ich bin nicht aus einem Flugzeug gesprungen. Habe mich nicht ins nächste Abenteuer gestürzt. Habe eigentlich nichts gefährliches getan. Und doch war ich mutig. Denn ich habe meinen Freundinnen ein Geheimnis verraten. Das hier. Mein digitales Zuhause – welches ich längst mit hunderten Menschen teile. Doch sie hatte ich nie eingeladen. An diesen geheimen Ort der Öffentlichkeit. Freundinnen, die viel mehr wissen, als das was hier jemals stehen würde. Die mein Innerstes kennen, mein Herz, mein Leben, mein Ich.
Die mich lieben, akzeptieren, unterstützen. So wie ich bin. Ohne Zweifel, ohne Geheimnisse.
Die ich liebe, akzeptiere, unterstütze. So wie sie sind. Ohne Zweifel, doch mit einem kleinen Geheimnis.
Ich hielt den Blog geheim. Erst um zu sehen, ob dieser Ort länger als nur einen Wimpernschlag existieren würde. Und dann vielleicht, weil ich nicht mehr wusste, wie ich es hätte sagen sollen. Erklären sollen. Mir fehlten die Worte. Fast schäme ich mich ein wenig, dass hier ein Geheimnis genannt zu haben. Diesen kleinen Ort, den ich so sehr schätze. Vielleicht war es die Sorge, dass sie es nicht verstehen würden. Dass sie anders über mich denken würden. Dass sie das was ich erzähle, bedeutungslos finden würden. Also traute ich mich nicht. Monat um Monat. Bis ich endlich diese Woche mutig war. Mein Herz auf den Tisch legte und sagte: Das bin ich, so bin ich, das hier ist ein Teil von mir. Und sie tauchten ein, lasen und klickten. Staunten und grübelten. Doch am Ende zählten ihre Worte: Durch den Blog fühle ich mich deinem Wesen noch ein Stück näher.“ & „Ich habe grade den Beitrag über das Ende und den Neuanfang gelesen und ein Tränchen verdrückt… Ihr fehlt mir!❤“ 
Und mein Herz tanzte. Noch so viel mehr als all die Wochen zuvor. Voller Stolz, wunderbare Freundinnen zu haben. Die nicht nachtragend, sondern aufbauend sind. Die mich an mich glauben lassen.
Vielleicht ist das Mutige am Mutigsein also, die unbeändige Angst, die zarte Verletzlichkeit und die nagenden Sorgen zu akzeptieren. Sich einzugestehen, dass es schief gehen kann. Das jedes kleine Abenteuer, dass mit Mut begann, mit Tränen enden kann. Doch das Mutigsein uns immer einen Schritt voran und niemals einen Schritt zurück bringt. Und Menschen da sein werden, um uns trösten, mit uns zu lachen, um mit uns zu weinen – wie immer auch das Mutigsein endete.

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Momentaufnahme.

Ausschlafen. Meinen Körper entscheiden lassen, wann er genug hat. Sonntäglicher Glücksmoment. (Schrieb ich am Samstag. Es ist Sonntagmorgen 08.30 Uhr und ich bin bereits wach…) Die Woche zeigte mir wieder eines: Ich bin kein Morgenmensch. Ich stehe nicht gerne früh auf. Ich bin fast ein wenig traurig, wenn es dunkel ist, weil ich die Sonne nicht sehen kann. Ich bin sauer, wenn der Wecker mich aus dem verrückten Traum reißt. Mich nervt die Müdigkeit in meinem Körper, die einfach nicht weichen will. Ich mag keine Musik, kein Gerede – jedes Geräusch scheint mir morgens viel zu laut. Doch dieses Gefühl hält nur eine Weile lang. Dann bin ich wieder glücklich, voller Zuversicht und neuer Energie. Also stehe ich trotzdem jeden Wochentag früh auf, auch wenn ich erst spät am Nachmittag einen Termin habe. Ich bin kein Morgenmensch, aber ich bin am Morgen manchmal stolz. Darauf, dass ich schon um neun Laufen war, der Einkauf geschafft  und der Haushalt längst erledigt ist. Ich mag die Gemütlichkeit, die die Dunkelheit am Morgen ausstrahlt. Ich beobachte Menschen, die eingepackt in warme Jacke, Richtung Bahnhof laufen. Während ich mit einem Matcha vor dem Fenster sitze. Die Stunde am PC, in der ich so viel schaffe. Ich mag die Ruhe der Straßen, wenn ich das Haus verlasse. Doch wenn die Dunkelheit dem ersten Licht weicht,  ich die Magie am Himmel erblicke, dann werde sogar ich zum Morgenmensch.

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Und Du?
Was hat dich diese Woche beschäftigt?
Worüber hast du nachgedacht?
Ich freue mich auf Deine Gedanken in den Kommentaren!

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54 comments

Antworten

Die einzelnen Texte sind alle ganz toll geworden, du hast auch einen tollen Schreibstil, aber ich kenne das mit der Perfektionistin zu gut und weiß wie viel Arbeit hinter einem guten Text steckt. Zumal wir Perfektionisten ja generell nie komplett zufrieden sind, denn es geht immer noch besser. Dass du den Blog nun mit deinen Freunden geteilt hast und sie ihn so gut aufgenommen haben freut mich. Am Anfang habe ich meinen auch Geheim gehalten, aber als ich ihn dann anderen gezeigt habe, habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich finde auch, dass man darauf auch stolz sein darf und viele meiner Freunde lesen meinen Blog mittlerweile auch und unterstützen mich, was nicht selbstverständlich ist. Klar, manche belächeln ihn, aber das sind vor allem diejenigen, die sich mit der Thematik auch nicht auseinandergesetzt haben bzw. dies auch gar nicht möchten. Am Ende ist es ein Hobby wie jedes andere und ich urteile ja auch über niemanden, der gerne Fußball spielt oder Klavier spielt. Jeder soll das tun was ihm Spaß macht und vom stressigen Alltag ablenkt.

Danke auch für dein liebes Kommentar.
Erstmal danke für deine lieben Worte <3. Es wird aber noch weitere Teile geben, vielleicht ist das dann was dabei ;). Mir ging es aber ähnlich wie dir, denn von den letzten Upfronts war ich echt etwas enttäuscht, weil gar nicht so viel dabei ist das sich wirklich interessant und neu anhört. Aber auf der anderen Seite läuft ja auch viel Gutes und mit Amazon Prime und Netflix gibt es ja auch zwei weitere Anbieter die andauernd Eigenproduktionen rausbringen, die sich auch toll anhören.

Beim Gossip Girl Rewatch wünsche ich dir aber ganz viel Spaß. Die Serie habe ich ja auch schon durch, aber ich finde, dass das Ende da alles kaputt macht. Wie fandest du das denn?

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Hallo liebe Nicole!
Es ist so spannend zu lesen, dass ich nicht die Einzige bin, die ihren Blog für eine Zeit als kleines Geheimnis betrachtet hat. Sondern dass Andere genau so handeln. Und ja, ich sehe das genau wie du. Es ist eben ein Hobby, wie jedes andere auch. Und das sollten Freunde doch zu einem gewissen Teil immer verstehen können 🙂
Und ich kann dir nur zustimmen. DAS ENDE WAR FURCHTBAR!!!! Wirklich, ich war nie so enttäuscht wie von diesem Ende. Einfach nein. Mal sehen wie ich es dieses Mal empfinde 😀 noch stecke ich in Staffel 2 😀 Hab einen tollen Abend!

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meine liebe Saskia, wie immer berührst du mich so sehr mit deinen Worten und ich merke, dass wir doch die eine oder andere Gemensamkeit hegen … zumindest erinnere ich mich an gewisse Parallelen.
dass sich Worte und auch Gerüche, Momente einbrennen, kenne ich auch sehr gut … als würden wir sie in eine Schublade stecken, die wir immer wieder aufziehen, sobald es Analogien dazu gibt. und in gewisser Wesie funktioniert unser Gehirn ja auch genauso – nur dass es keine Schubladen hat, sondern Basalganglien& Co. 😉

dei Geheimnis: das habe ich auch lange Zeit so gemacht. meine beste Freundin nicht „einzuweihen“, sie draußen zu lassen vor der Tür zu liebewasist – und leider muss ich nun sagen, wo sie Eintritt hatte, ich hätte es bleiben lassen sollen. aber das ist eine andere Geschichte. danke dir für diesen schönen Sonntags-Schmaus.
und hab noch einen wundervollen Nachmittag und Abend!
❤ Tina von liebewasist

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Hallo liebe Tina!
Oh genau so wie du es beschreibst, ist es bei mir auch. Es reicht ein Geruch und ich erinnere mich für Ewigkeiten an ihn. Und an die Situation und die Gefühle, die mich damals beschäftigten. Es ist verrückt.
Es tut mir sehr leid zu lesen, dass du es heute bereust deiner besten Freundin Eintritt gewährt zu habe. Denn eigentlich ist es ja so ein wunderbares Hobby, was sich so gut teilen lässt.
Ich hoffe du hattest einen tollen Sonntag!

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Du hast ein unglaubliches Talent, Dinge zu beschreiben und Gefühle auszudrücken! Ich lese wirklich sehr gerne deine Texte! Da ich selber schreibe, kenne ich es nur zu gut, dass einem manche Texte viel leichter über die Hände gehen als manch andere. Dann wird ausgebessert, rauf und runter, Pausen eingelegt, bis der Text endlich sitzt. Ich denke, das kennt jeder Schriftsteller nur zu gut!

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Liebe Iris,
oh wie gut kenne ich nur all die Details, die du beschreibst. Und wahrscheinlich hast du recht, dass wohl wirklich jeder, der Texte verfasst, diese Gefühle kennt. Und vielleicht gehört das zu einem richtig guten Text auch manchmal einfach dazu 🙂 Danke für deine lieben Worte und hab ein fantastisches Wochenende!

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Hallo Saskia,
das ist einfach unglaublich. Du schreibt so wunderschön! Ich klebe an jedem Wort und bin erstaunt über so viel Talent!
Mach weiter so 🙂

Liebst Linni
http://www.linnisleben.de

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Hach Linni, tausend Dank für all die lieben Worte! Ich wünsche dir einen wunderbaren, sonnigen Sonntag und schicke dir die liebsten Grüße!

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Danke liebe Saskia! Ich hatte auch Puddingarme 😀 Die verschwinden ganz schnell durch das Training!

Das Outfit sieht super aus und deine Bilder haben so ein schönes Leuchten 🙂

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Schön, dass dir die Fotos gefallen haben Sarah 🙂 Genieß den Sonntag!

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