Mehr Meer.

Meer. Graues, wildes Meer.
Du bist nicht sanft, nicht himmlisch blau, nicht glasklar. Du bist grau. Facettenreich. Wolken verschmelzen am Horizont. Ohne Ende. Und ich will immer noch mehr.
Mehr Meer.
Ankommen, nicht warten können, loslaufen. Du rufst mich. Graues, wildes Meer. Wie siehst du heute aus? Du schäumst. Ich bleibe stehen. Atme dich ein. Lasse Erinnerungen vergangener Tage an die Oberfläche  fliegen. Lache. Stehe da und staune.
Du, wunderbares graues Meer. Du bist nicht ruhig. Nicht hier im Norden. Doch beruhigst du mich. Ich stehe. Staune. Greife nach deinem Wasser. Eiskalt.  Sehnsucht.
Ich sitze am Fenster. Weiß nicht genau wie lange schon. Ich beobachte dich. Und was du mit den Menschen machst. Paare die Händchen haltend an deinem steinigen, nassen Strand entlang laufen. Dick eingepackt, um nicht zu frieren. Du lässt Hunde wie verrückt nach deinen Wellen jagen. Kinder Burger bauen. Eltern durchatmen. Du bist so viel mehr als ein blauer Fleck auf einer Landkarte. Als graue Wellen am Tag und schwarze Melancholie in der Nacht.
Du bist mein Wohlfühlort. Egal wie grau und stürmisch du bist. Du bist mein Ruhepol. Du erdest mich. Und eines weiß ich sicher – ich möchte noch viel mehr.
Viel mehr Meer.


Getan: Meeresluft geatmet. Das war mein erster Wellnessurlaub. Vermutlich bin ich jetzt offiziell alt. So etwas tut man dann doch oder? Es war herrlich die Gedanken einmal nur um „Sauna oder Schwimmbad?“ kreisen zu lassen. Die Wellen zu beobachten und neue Energie zu tanken. Drei Tage zwischen Möwen, Wellenrauschen und Schneeflocken.

Gegessen: Eine absolut fabelhafte, nach dem Kumpir Prinzip zubereitete, Kartoffel im Café Erdapfel in Lübeck. Vegan und mit selbstgewählten Zutaten. Ruccola, getrocknete Tomaten und Frühlingszwiebeln – Lieblingszutaten in Perfektion. Auf jeden Fall einen Besuch wert! Außerdem gab es einen veganen Burger bei Peter Pane in Rostock und auch hier war es fabelhaft.

Gekauft: Ein Leuchtturm 1917 Notizbuch. Oder auch: Ein Bulletjournal. Früher war ich ein Filofaxmädchen, es folgte ein klassischer Buchkalender und nun wage ich wieder einen neuen Versuch. Was einfach klingt ist für mich wirklich eine Herausforderung. Denn meine Handschrift ist eine Katastrophe. Und das gefällt der Perfektionistin in mir gar nicht. Sie schüttelt dann nur empört den Kopf. Um ansatzweise hübsche Wörter zu produzieren brauche ich also besonders eines – Gedul! Und genau deshalb freue ich mich auf mein Bulletjournal – weil es mich zwingt mir Zeit zu nehmen. Entschleunigung.

Gelesen: Viel mehr gesehen – die wundervollste Lichtstimmung auf einem Bild seit Ewigkeiten. Während ich am Schreibtisch fest saß, war Luise in Südafrika und fing diesen magischen Moment am Strand ein, als der Himmel sich pink und lila färbte. Ein kleines bisschen Magie, für alle die im grauen Deutschland sitzen.

Gelaufen: 15km – 1:30:57 – Pace 6:04 /km – und ich bin glücklich. Über das Laufen in der Sonne, unzählige Krokusse, zwitschernde Vögel, lachende Kinder – und am meisten endlich die magische 15 geknackt zu haben!

Erledigt: Die letzte Uniabgabe. Nun ist das Semester offiziell vorbei. Alles ist abgegeben, die Noten lassen sicherlich noch einige Wochen auf sich warten. Ich habe keine Eile mehr. Keinen Termindruck. Drei Wochen ohne Uni. Ab genau jetzt.

Gebloggt: Von Herzen. Manche Momente in unserem Alltag verschwinden schon nach wenigen Sekunden wieder aus unserem Gedächtnis, andere brennen sich ein und werden zu Erinnerungen. Und genau das passierte auch mit dieser Geschichte, zwischen Bahnchaos, mieser Laune und einem bitterkalten Morgen, schaffte es ein völlig fremder Mann, meinen Tag gehörig auf den Kopf zu stellen.

Heute: Der erste richtige Tag Semesterferien. Die Freiheit nach der sich alle Studenten immer sehnen. Innerlich ist der Stress noch nicht ganz abgefallen. Die innere Uhr ruft zwischendurch immer noch „Abgabe, Abgabe!“. Prüfungs-Jetlag. Also bin ich heute Pippi Langstrumpf! Stark, mutig und frei. Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Mit Sonnenschein, einer Tasse Tee und einem leeren Notizbuch, das gefüllt werden möchte.

Bis nächsten Sonntag, genießt Euer Wochenende!


Fotos auf dem Blog: Tim & DemWindentgegen || Kamera*: Sony & Canon   ||  Obektive*:  Sony-50mmCanon-50mm


Und Du?

Wenn du einen Ort auf dieser Welt auswählen könntest – an welchem entspannst du dich komplett? Was hat dich diese Woche beschäftigt? Ich freue mich auf deine Gedanken in den Kommentaren!

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44 comments

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So wunderschön 🙂 Das Meer ist doch wirklich faszinierend und auch mit seinen oft stürmischen Zeiten, hat es etwas ganz beruhigendes an sich. Die Luft ist eine absolute Wohltat und das Rauschen des Meeres ist einfach nur einzigartig 🙂

Liebe Grüße
Kathleen von http://www.kathleensdream.de

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Die Luft und das Rauschen – hach du bringst auf den Punkt Kathleen! Liebste Grüße zurück 🙂

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Am Bulletjournal bin ich gescheitert… ^.^ Ich hab jetzt wieder einen Buchkalender, den ich ein wenig dekoriere, aber auch nur einfarbig und so… Ich finde das ja immer total bewundernswert und wirklich toll was manche mit ihrem Timer/filofax/oderwasauchimmer anstellen… Aber ich mag meine Handschrift auch nicht so gern und na ja. Irgendwie gelingt mir im Alltag dann doch keine allzu tolle Gestaltung. 😉

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Jaa ich weiß genau was du meinst. Beim Filofaxing ging es mir genau so. Ich war einfach nie richtig glücklich mit der Gestaltung, hatte keine Zeit oder oder oder 😀 Der Buchkalender war eigentlich super, aber oft schreibe ich so wenig in die einzelnen Tage hinein, dass viele SEiten einfach ungenutzt sind. Das hoffe ich jetzt beim Bulletjournal verändern zu können – mal sehen wie es klappt 😀 hab einen tollen Tag liebe Christine!

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ich mag deine Art zu schreiben wirklich sehr! Toller Post 🙂
Momentan möchte ich einfach in den Süden und ans Meer, schlichtweg die Sonne und Leben genießen und aus der Alltags-Hektik raus kommen.

Ich wünsche dir eine tolle und stressfreie Woche,
Lara
http://www.likethewayidoit.de/

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Danke liebe Lara für deine lieben Worte 🙂 Ich kann deine Sehnsucht nach dem Süden, der Sonne und dem Meer so gut verstehen! HOffe du kommst bald wieder dahin :)Hab du auch eine tolle Woche!

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Oh wie schön, das Meer! Ich vermisse es am Meer zu wohnen, zumindest haben wir einen See in der Nähe, aber das ist natürlich nicht das Gleiche…

Liebe Grüße
Steffi All I want is everything

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Am Meer wohnen zu können, wäre auch mein Traum! 🙂 Aber ein See hat auch viele wunderbare Seiten. Ich habe auch einen in der Nähe und den liebe ich ohne ENde 🙂 Hab einen tollen Tag!

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Danke fûr deinen tollen Beitrag und deinen tollen Worten
http://carrieslifestyle.com

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