„Winterwunderland. Herzchenaugen. Ich sehe nur die Magie. Das Leuchten in den Menschen. Eiskalter Atem. Eingefrorene Zehenspitzen. Der erste Lebkuchen. So fühlt sich wohl Winter an – mitten im goldenen Herbst.“

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Jedes Jahr habe ich das Gefühl den Herbst zu verpassen. Ich nehme mir immer vor das Leuchten der Herbstblätter auf Fotos einzufangen. Seit Jahren schon. Geschafft habe ich es nie wirklich. Ich will in einem warmen Pullovern und kuscheligen Schal ewig lange Spaziergänge in kunterbunten Wäldern machen und verbringe doch die Zeit draußen nur unter einem Regenschirm. Ich möchte Drachen steigen lassen. Und fühle mich zu alt. Ich will den Wandel der Natur feiern. Und tue dies vom Schreibtisch aus. Studentenschicksal.

Von herrlichen, so lang erwarteten Spätsommer-Tagen bin ich direkt auf Winter umgestiegen. Ganz ohne Übergangsjacke. Die Jeansjacke wurde einfach gegen den wärmenden Mantel getauscht. Ohne Zeit zum Durchatmen. Keine Zeit zum Ankommen.

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Nun steht die Innenstadt voller Weihnachtsbäume. Wartend auf ihren Einsatz. Überall her höre ich Stimmen, die sich auf die Weihnachtsmärkte freuen. Ich bin noch nicht so weit. Bin stecken geblieben im Herbst. Dabei freue ich mich auf Weihnachten. Auf die Zeit mit den liebsten Menschen, Zimtgerüchen und leuchtende Häuserfassaden. Habe fast ein wenig Sehnsucht und würde doch so gerne noch ein wenig bei 15° in der Herbstsonne sitzen. Bin zwiegespalten.

Fühlt sich so der Winter an? Nach Herbstsehnsucht?

Jetzt stehe ich Draußen. Es ist frühmorgens. Dunkler Novembertag. Schneeflocken rieseln auf mein Gesicht. Menschen mit vorgezogenen Kapuzen schlürfen an mir vorbei. Knirschen. Hände reiben am Bahnhof. Teedampf in der Luft. Warme Züge. Kinder, die aufgeregt nach draußen zeigen. Erwachsende, die in diesem Winterparadies wieder zu Kindern werden. Bunte Blätterbäume überzogen mit Schnee. Und unwillkürlich muss ich lächeln. Fast Dauergrinsen, so magisch ist der Blick nach draußen.

So fühlt sich Winter an. So wunderbar.

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Wunderbar herrlicher Winter. Ich bin wieder zu Hause. Sitze mit Tee auf dem Bett und bewundere seit Minuten das Schneetreiben. Ich zünde ein Kerze an. Wärme strahlt mich an und gibt mir ein wenig Energie zurück. Ich kann nicht aufhören mich zu freuen, so friedlich sieht die Welt aus. Ich kann nicht widerstehen und spiele das erste Mal in diesem Jahr meine Weihnachtsplaylist ab. Ich hole die Dominosteine raus, die ich schon vor Wochen gekauft habe mit dem Versprechen sie nicht vor Dezember zu Essen. Versprechen gebrochen. Und es hat sich nie besser angefühlt. So sitze ich noch eine Weile dort. Genieße.

Und auch wenn ich vielleicht ein wenig was vom Herbst verpasst habe, so sauge ich nun alles vom Winter auf. All seine Gemütlichkeit, Familienzeit, glückliche Kinderaugen, leuchtende Häuser  und Schneeflocken, die langsam vom Himmel fallen.

Selbst als ich Tage später all die erfroren bunten und noch grünen Blätter auf dem Boden sehe, denke ich zurück an die Friedlichkeit des Schnees. Das ist der Wandel der Jahreszeit. Die Natur trauert der vergangenen Zeit nicht nach, sie schüttelt das Alte ab und gibt sich voll und ganz der Gegenwart hin.

So wie ich nun auch. Im hier & jetzt!


 Kamera*: Sony & Canon   ||  Obektive*:  Sony-50mmCanon-50mm


Pullover: Broadway   Hose: Lidl   Schmuck: DIY


Leider sind nicht alle meine Kleidungsstücke aktuell, deshalb habe ich Alternativen für dich rausgesucht*:

Pullover   Hose


Und Du?

Vermisst du den Herbst oder hast du dich Herz über Kopf in den Winter verliebt?

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