„Und immer dann, wenn mir auf meinem Weg Steine begegnen, weiß ich genau: Hier beginnt das Abenteuer. Es sind Hindernisse, die mich testen, mich verjagen und mich aus dem Konzept bringen wollen. Doch ich bin mutig. Ich beginne zu tanzen. Ich hüpfe über den ersten Stein hinweg, umgehe den Zweiten, doch treffe den Dritten. Ich steh wieder auf und beginne von vorn. Ich bin mutiger, denn ich habe gelernt. Das hier ist mein Abenteuer. „

 


No̱.6 – Stark: Welche Erfahrung hat Dich wachsen lassen?


Als Kind hatte ich keinen Traumberuf. Ich wollte nie Tierärztin, Schauspielerin oder Fotografin werden. Doch ein einziger Termin beim Arbeitsamt genügte um meine kleine joblose Welt auf den Kopf zu stellen. Der sagenumwobene Berufswahltest – Mysterium aller Schulklassenausflüge – sollte meine Zukunftspläne kräftig durcheinander wirbeln.

So saßen wir an einem warmen Sommermorgen vor den Rechnern der Arbeitsagentur und klickte Felder an, um zu erfahren, was uns die Zukunft bringen würde. Es war fast magisch – als würde uns die Zukunft vorhergesagt werden. Nach einigen Stunden hielt jeder von uns stolz sein Ergebnis in den Händen, wanderte los, um aus den mit Papieren befüllten Regalen das Informationsblatt zu seinem Beruf zu ziehen. Am Ende des Tages waren die meisten verwirrt – geknickt durch absurd wirkende Berufsempfehlungen. Doch ich kam strahlend von diesem Termin nach Hause.

Ich fand an diesem Tag tatsächlich meinen Traumberuf. Zwischen Windows 98 und dem dunkelgrauen Teppichboden – einfach so, ohne je danach gesucht zu haben. Seit dem Zeitpunkt vor gut 10 Jahren stand für mich fest – ich werde Mediengestalterin. Ohne den kleinsten Zweifel. Ein paar Jahre, divere Praktika, eine Abiturprüfung und einige Bewerbungen später, hatte ich meine Ausbildungsstelle in einer Werbeagentur sicher. Für mich ging ein Traum in Erfüllung – es war das was ich immer machen wollte. Doch dieses Gefühl blieb mir nur wenige Wochen, dann stand fest: Das ist der falsche Beruf für mich.

Und da brach sie zusammen, meine kleine Traumwelt in meiner Traumagentur mit meinem Traumjob. Ich glaubte jahrelang meine Leidenschaft gefunden, meine Passion entdeckt zu haben. Doch das Gefühl verpuffte – und lies nur Ernüchterung zurück. Ich wusste das Medien und das kreative Arbeiten die richtige Richtung waren, nur stimmte das Ziel nicht mehr. Meine Entscheidung fiel: ich beende diese Ausbildung trotzdem. Mir blieb die Sicherheit, dass das Gelernte aus dieser Zeit niemals mehr verschwinden würde. Ich befand mich gerade nur auf einem kleinen Umweg. Immer wieder zweifelte ich an mir und meiner Wahl, nur um im nächsten Moment dankbar für die Chancen und all die guten Erfahrungen zu sein. Heute studiere ich – im übrigen nichts Kreatives – und bin stolz, dass ich die Jahre zwischen Höhen und Tiefen gemeistert habe. Dass ich gewachsen und stark geworden bin. Die Zeit war anstrengend und Kräfte zerrend, doch heute weiß ich wofür ich diese Erfahrungen gemacht habe, zu was sie mich geformt haben. Denn ich habe eine Möglichkeit gefunden mein Wissen aus dieser Zeit, meine Liebe für die Fotografie und die digitalen Medien zu vereinen und stetig weiterzuentwickeln.
Heute gestalte ich immer noch Medien – nämlich genau hier – an diesem kleinen Ort im großen Worldwideweb namens Dem Wind entgegen. Und dafür war es jeden Zentimeter meines Umweges wert.

DemWindentgegen Lifestyle Blog Workflow Selbstorganisation Management Reflexion To-Do-Liste


Ps. Interessiert Euch ein ausführlicher Bericht zu meiner Ausbildung zur Mediengestalterin in einer Werbeagentur? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!


Verwendete Kamera auf dem Blog*:  Canon   ||  Objektive*:  Canon-50mm || Ähnliches Kleid*: Asos


Was ist #einmomentmitmir?


Machst Du mit?

Ich würde mich sehr über deine Gedanken zum heutigen #einmomentmitmir freuen. Deine Antwort muss nicht tiefgründig, lang oder außergewöhnlich sein – sonder nur eines: ein Teil von Dir. Eine Frage ändert nicht das Leben, aber sie schafft einen Moment Zeit für Dich. Ein winziges Abenteuer außerhalb des Alltages – mit dem Versuch sich auf die kleinen positive Dinge  zu fokussieren und eigene Stärken zu entdecken, die Dir vielleicht vorher nicht bewusst waren.
Falls du Deine Geschichte teilen magst, schreib sie gerne in die Kommentare oder poste sie auf Instagram unter dem Hashtag #einmomentmitmir.

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12 comments

Antworten

Wirklich schöne Worte, man merkt das du von deinem Herzen schreibst. Jeder war sicherlich schon an dem Punkt, dass er feststelle, den weg den man eingeschlagen hat ist nicht der Richtige. Es ist sehr mutig von dir diesem Instinkt gefolgt zu sein.
Ganz liebe Grüße,
Grace von http://www.my-dailycouture.com/

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Liebe Grace,
ja da hast du wohl Recht, an so einen Punkt kommt jeder irgendwann mal 🙂 Und dann hilft es nichts, wir müssen eine Entscheidung treffen und sehen, ob sie richtig war 🙂 liebe Grüße an dich!

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Hey,
ich bin nach dem du auf meinem Blog kommentiert hast jetzt zum ersten Mal auf deinem Blog und ich bin total begeistert. Du hast den richtig schön gestaltet und er wirklich ein schöner kleiner Ort im Internet geworden ;). Vor allem deine Fotos finde ich total beeindruckend. Ich werde auf jeden Fall mal wieder vorbei schauen.
Alles Liebe,
Louisa

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Hallo liebe Louisa! 🙂 Ich freue mich gerade total, dass du meinen Blog besucht hast und er dir so gut gefällt! Ich freu mich wenn du öfters hier vorbei guckst – ich freu mich auch schon auf neue Blogbeiträge von Dir! Liebe Grüße an DIch 🙂

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Liebe Saskia,
das ist ja ein Post für mich, denn wir werden in unserer Projektwoche auch so eine Berufsorientierunsveranstaltung besuchen. Wir hatten schon Schwierigkeiten auf dem Anmeldeformular unsere Interessen zu finden, weil es wohl eher um Ausbildungsberufe ging und alle im Moment noch sehr optimistisch sind und eher studieren wollen. Mal sehen, was dann am Ende dabei rauskommt. Jetzt bin ich natürlich noch gespannter. 😉
Traumberufe hatte ich aber immer schon, aber sie wechselten immer mal. Früher fand ich Modedesign ganz spannend, jetzt ist es eher das Schreiben, aber auch Psychologie interessiert mich. Und Musik ist für mich ja auch wichtig, damit würde ich natürlich auch gern mein Geld verdienen. 🙂
Meine Eltern haben mir erzählt, dass ich als kleines Kind immer Kassiererin bei uns im Kaufland werden wollte. Allerdings vermuten sie, dass ich wohl dachte, dass den Kassierern die ganzen Waren insbesondere die Süssigkeiten gehören. 😉
So, dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag. Bei uns ist jetzt alles etwas ruhiger in der Schule, das geniesse ich sehr.
LG Charli

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Guten Morgen meine liebe Charli 🙂
Hach es tut immer so gut von dir zu lesen, weil du immer eine kleine Geschichte zu erzählen hast – selbst in einem Kommentar! 🙂 Das klingt ja super spannend bei Euch! Bei uns war das übrigens damals genau so, dass fast alle studiert haben. Von 17 Leuten haben nur ich und eine Freundin uns für eine Ausbildung entschieden. Ich würde mich immer wieder so entscheidden und erst eine Ausbildung machen, auch wenn die Jahre nicht immer leicht sind, habe ich am Ende der Zeit so viel mehr gelernt als während meines STudiums. Nicht weil das Studium schlecht ist /war, sondern viel mehr, weil es einfach extrem theoretisch ist. Es ist toll, dass deine Interessen so vielfältig sind und ich bin mir sicher du wirst einen Studiengang finden, bei dem du viele deiner Interssen einbauen kannst 🙂 Ich wünsche Dir einen wunderbaren Donnerstag und wünsche dir weiterhin eine entspannte Zeit in der Schule 🙂 Liebste Grüße!

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Manchmal gibt es im Leben wirklich Situationen, bei denen man denkt, dass es einfach nicht weiter gehen kann. Aber wie du auch beschrieben hast: Jeder Weg ist für etwas gut. 🙂
Ich würde auf jeden Fall gerne mehr über deine Ausbildung erfahren und natürlich auch über dein Studium.

Liebe Grüße
Kathleen von http://www.kathleensdream.de

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Liebe Kathleen, ja das stimmt wohl wirklich, jeder Weg ist für etwas gut 🙂 Und danke für dein Feedback auf meine Frage 🙂 Ich wünsche dir einen tollen Abend und schicke dir liebe Grüße!

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Hey,
es ist gut, dass du den Weg gefunden hast. Manchmal muss auch Steinige gehen.
Liebe Grüße!

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Ja, das ist wohl einfach das Leben. Es wäre ja auch zu einfach, wenn immer alles glatt laufen würde 🙂 und ich wir brauchen ja auch Herausforderungen! Liebe Grüße an Dich zurück!

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